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Das visuelle Alphabet

das visuelle alphabet

Das visuelle Alphabet ist so etwas wie die Grundsprache, auf die jeder, der sich mit Visualisierungen, Sketchnotes etc. beschäftigt, sehr schnell stößt. Grundsprache – das hört sich zunächst kompliziert an, ist aber ganz einfach.

Mit dem visuellen Alphabet spielen

Das visuelle Alphabet besteht – wie das aus Buchstaben auch – aus einigen grundlegenden Elementen, aus denen dann die Visualisierungen zusammengesetzt sind. Und wieder gilt: Dafür müssen Sie nichts extra lernen, das können Sie alles schon. Denn das visuelle Alphabet besteht aus

  • Strichen, Linien und Ecken,
  • Wellenlinien und Wolken
  • Kreisen, Bögen und Ovalen
  • Punkten, Spiralen und Kringeln.

Aus diesen einfachen Formen können Sie alles, was Sie darstellen wollen, zusammensetzen. Dazu ein Beispiel: Sie wollen eine Erdbeere zeichnen. Dazu brauchen SieDas visuelle Alphabet: Erdbeere

  • zwei große Bögen,
  • eine Reihe kleiner Bögen
  • und ganz viele kleine Punkte.

einfache Beispiele, wie aus dem visuellen Alphabet Gegenstände entstehenDiese Elemente setzen Sie nur zusammen und voilá: eine Erdbeere! Nach diesem Prinzip lässt sich alles darstellen. Aus einfachen Strichen und Bögen können Sie einen Briefumschlag, ein Buch oder ein Smartphone zusammenstellen. Und soll das Smartphone klingeln oder auf Empfang sein, brauchen Sie noch drei Bögen mehr.

Wieder: Alles keine Kunst! Soll es auch nicht sein. Solange man erkennen kann, dass das auf dem Bild eine Erdbeere, eine Briefumschlag, ein Buch oder ein klingelndes Smartphone sein soll, ist alles gut. Und wenn nicht? Dann denken Sie daran, dass Schrift und Text zur Visualisierung dazugehören. Schreiben Sie gegebenenfalls „Erdbeere“ unter Ihre Zeichnung, wenn Sie sich unsicher sind.

Das, was Sie sehen, in das visuelle Alphabet umsetzen

Die Zeichnungen selbst sind also nicht schwierig. Die größere Herausforderung besteht darin, die Grundformen des visuellen Alphabets in dem Gegenstand zu erkennen, den Sie darstellen wollen. Dabei hilft vor allem: Übung. Betrachten Sie die verschiedenen Dinge auf Ihrem Schreibtisch doch einmal unter diesem Gesichtspunkt: Auf welche gerade oder gebogene Linien können Sie beispielsweise Ihre Tastatur herunterbrechen? Ihre Kaffeetasse? Oder – schon etwas schwieriger – den Kugelschreiber? Welche Merkmale an dem Gegenstand sind so typisch, dass Sie dafür eine Form finden müssen, und welche nicht? Bei einer Tasse gehört sicher die typische Form aus Napf und Henkel zu den typischen Merkmalen, die Sie für die Darstellung brauchen, nicht aber die schnörkelige Verzierung, die genau diese eine Tasse schmückt.

Es geht also darum, das Allgemeingültige, das Typische am Gegenstand herauszufinden und ihn darzustellen. Denn nur dann ist gewährleistet, dass die Visualisierung das leistet, was sie soll: Wiedererkennung schaffen.

Greifen Sie doch einfach mal zu einem Stift und überlegen Sie sich, welche Grundformen typisch sind für:

  • ein Lineal
  • Ihre Handtasche
  • Ihr Telefon auf dem Schreibtisch
  • Ihren Lippenstift

Betrachten Sie Ihre Zeichnungen mit Wohlwollen, überlegen Sie aber auch, woran es liegt, wenn der dargestellte Gegenstand nicht erkennbar ist. Vielleicht stimmen die Proportionen nicht. Ober bei Obst zeigen die Blätter in die falsche Richtung. Sobald Sie solche Punkte entdecken, haben Sie wieder etwas Typisches gefunden. Und dann starten Sie einfach einen neuen Versuch. Sie werden sehen, dass Sie mit der Zeit immer besser werden. Viel Spaß!

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