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Alles hat seinen Platz

ordnungsprinzip nr. 1 - alles hat seinen platz
Wenn alles passt ...

Wenn alles passt …
© apops – Fotolia

Haben Sie schon einmal jemanden mit Messie-Tendenzen beobachten können, der einen Gegenstand verräumen will? Ich schon! Es war offensichtlich, dass es ihm nicht möglich war, diesem Ding einen festen Platz zuzuordnen. Oder überhaupt einem Ding. Alles lag einfach irgendwo, ohne dass eine Ordnung auch nur im Ansatz erkennbar war. Kein Wunder, dass das Chaos leichtes Spiel hatte.

Wenn Sie nachhaltig mehr Übersicht schaffen wollen, lautet eine der wichtigsten Regeln: Jedes Ding hat seinen festen Platz!

Weisen Sie jedem Gegenstand ein Zuhause zu

An diesem festen Platz liegt der Gegenstand und wartet, bis Sie ihn benötigen. Und dorthin kehrt er nach getaner Arbeit umgehend wieder zurück. Die Vorteile dabei:

  • Wenn Sie sich erst einmal an die Ordnung gewöhnt haben, werden Sie viel weniger Zeit mit der Suche nach Gegenständen verbringen. Das beste Beispiel ist der Schlüssel: Wenn Sie ihn immer wieder verlegen, schaffen Sie sich ein Schlüsselbrett an. Und nutzen Sie es! Das ist anfangs ungewohnt. Wenn Sie merken, dass Ihren Schlüssel doch wieder woanders hingelegt haben, nehmen Sie ihn sofort und hängen Sie ihn ganz bewusst auf. So gewöhnen Sie sich diesen Schritt nach und nach an.
  • Auch das Aufräumen wird Ihnen damit leichter fallen, denn Sie müssen nicht überlegen, wohin Sie die Sachen denn (dieses Mal) legen wollen.
  • Bei Verbrauchsmaterialien können Sie erkennen, wann Sie nachbestellen müssen, wenn klar ist, dass alle Vorräte an einer Stelle liegen und sich nicht auf mehrere Plätze verteilen.

Sehr viele Dinge werden bei Ihnen bereits einen festen Platz haben. Schreibgeräte, die Sie ständig benötigen, sind in der Schreibtischschublade am besten aufgehoben. Druckerpapier lagert meist in der Nähe des Druckers, um Wege zu verhindern. Und Nachschlagewerke, in denen Sie viel blättern (etwa ein gutes Rechtschreibwörterbuch oder ein Wörterbuch Deutsch-Englisch), werden Sie sicherlich nicht in die hinterste Ecke verbannen. Bei anderen Dingen ist es vielleicht nicht so eindeutig.

Gehen Sie Schritt für Schritt vor

Wenn Sie einen Gegenstand in der Hand haben, bei dem noch nicht klar ist, wohin er gehört, weisen Sie ihm sofort (!) einen Platz zu. Der Präsentationskoffer steht ab jetzt im Regal unten links. Der Beamer im Fach darüber. Wenn Ihr Chef oder Ihr Kollege diese Dinge braucht, holen Sie sie ganz bewusst heraus und stellen Sie sie auch ganz bewusst wieder zurück. Welches Gefühl haben Sie dabei? Passt der Platz auch beim zweiten oder dritten Mal noch oder stört irgendetwas? Vielleicht ist der Beamer etwas zu groß für das Fach, sodass er sich schlecht rausholen lässt. Oder Sie stoßen mit der Tür immer gegen den Präsentationkoffer. In solchen Fällen suchen Sie ein neues Plätzchen, solange bis Sie den besten Aufbewahrungsort gefunden haben. Dabei gilt:

  • Je häufiger Sie etwas brauchen, desto näher am Schreibtisch sollte es stehen. Alles, was seltener zu Einsatz kommt, kann auch weiter weg stehen.
  • Je schwerer ein Gegenstand ist, desto weiter unten sollte er stehen – schon aus Sicherheitsgründen.
  • Alles, worauf Sie im Zweifelsfall schnell zugreifen müssen, muss in jedem Fall frei stehen. Ein typisches Beispiel ist der Erste-Hilfe-Koffer*. Wenn ein Kollege mit einer blutenden Hand vor Ihnen steht, ist unter Umständen Eile geboten. Dann müssen Sie das Verbandsmaterial mit einem Griff zur Hand haben.
  • Selbstverständlich dürfen Fluchtwege nicht verstellt werden.
  • Wenn Sie einen Gegenstand an verschiedenen Orten immer wieder benötigen, ist es sinnvoll, mehrere Stücke davon anzuschaffen. Ihre Schere wird oft sowohl am Schreibtisch als auch am Sideboard für die Postbearbeitung gebraucht? Dann ist die Gefahr groß, dass sie immer gerade dort liegt, wo sie nicht nicht benötigt wird. Die Lösung ist denkbar einfach: Kaufen Sie eine zweite Schere. Den Preis haben Sie schnell wieder raus, indem Sie weniger suchen und herumlaufen.

Werden Sie bei den Aufbewahrungsorten kreativ

In Büros (und auch anderswo) wird sehr viel Platz verschenkt. Wenn Sie auf der Suche nach mehr Stauraum sind, gehen Sie doch einmal an die Decke. Dinge, die Sie selten brauchen, können Sie gut weit oben auf Schränken platzieren, in den meisten Fällen ist hier noch Stauraum vorhanden. Anderes lässt sich prima an Wänden befestigen. Die simpelste Lösung ist: Bindfaden an die Schere binden, Nagel in die Wand schlagen, Schere aufhängen. Es geht natürlich auch schöner. Vielleicht können Sie an eine Wand eine Relingleiste* befestigen, an der Sie verschiedene Ablagemöglichkeiten oder Haken zum Aufhängen anbringen können? Solche Leisten gibt es oft in Küchen, warum sollten sie im Büro nicht auch gute Dienste tun? Bei vielen Anbietern können Sie sich Ihr eigenes System aufbauen und so Schalen für Stifte, Scheren, Notizblätter etc. anhängen. Besonders gut sind die Relingleisten dort geeignet, wo Sie aus Platzmangel kein Regal mehr unterbringen.

Auch Papier lässt sich gut an die Wand bringen: mit einem Wand-Magazinhalter*. Solche Halterungen werden einfach angeschraubt und bieten dann Platz für mehrere Zeitschriften oder Zeitungen. Diese Halterungen sind oft beim Badzubehör zu finden. Aber natürlich sind sie auch für andere Räume gut geeignet. Damit lassen sich schmale Wandnischen gut ausnutzen oder Flächen hinter Fenstern und Türo, die nicht zugestellt werden dürfen, weil sonst ein Öffnen nicht mehr möglich ist.

Übrigens: Hierbei nutzen Sie wieder das platzsparenden vertikale Prinzip. Außerdem können Sie in diesen Halterungen sehen, welche Ausgaben Sie hier gerade vor sich haben, und ältere Exemplare auch zwischendurch schnell mal entsorgen.

* = Affiliatelink/Anzeige. Affiliatelink bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn aus dem Klick auf diesen Link ein Geschäft, beispielsweise der Kauf eines Produkts, entsteht. Am Preis des Produkts für den Käufer ändert sich dadurch nichts.

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