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Softskills: Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft

Softskills Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft

Sind Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft nicht eher Eigenschaften, die man von Führungskräften erwartet? Müssen die nicht ihre Vorstellungen in das Unternehmen tragen und für die Umsetzung in die Praxis sorgen? Stimmt, aber gleichzeitig sind Sie dabei die wichtigste Stütze und Vermittlerin.

Was sind Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft?

Überzeugungskraft bedeutet, dass Sie Ihrem Gegenüber die Notwendigkeit eines bestimmten Handeln ohne Druck vermitteln können. Durchsetzungsvermögen heißt, dass das von Ihnen geplante und vorgegebenen Handeln tatsächlich in die Realität umsetzt wird.

Beide Eigenschaften brauchen Sie auch im Office häufig:

  • Ihr Vorgesetzter beschließt etwas und überträgt Ihnen die Aufgabe, das neue Vorgehen zu vermitteln und für seine Einhaltung im Alltag zu sorgen – und das, ohne dass Sie hierarchische Macht besitzen.
  • Andere Chefs halten sich gern mal aus bestimmten Vorgängen raus und überlassen es Ihnen, Schwierigkeiten aus dem Weg zu schaffen. Von der Problemlösung, die Sie sich überlegt haben, müssen Sie dann die Kollegen überzeugen.
  • Oft genug geht es auch darum, eigene Ideen und Vorstellungen dem Chef gegenüber durchzusetzen. Sie wollen einen täglichen Besprechungstermin einrichten, um die Termine und Aufgaben des Tages zu besprechen? Das kann bei manchen Vorgesetzten ein zähes Ringen werden.
  • Auch im Kontakt mit Kunden oder Geschäftspartnern brauchen Sie unter Umständen Durchsetzungsvermögen, etwa um ein Problem im Sinne Ihres Unternehmens zu lösen. Hier ist Ihre Souveränität gefragt.

So überzeugen Sie andere

Anders als der Chef können Sie als Sekretärin in der Regel nicht einfach eine Anweisung erteilen, damit die eigenen Vorstellungen in die Tat umgesetzt werden. Sie müssen also zu anderen Mitteln greifen:

  • Sammeln Sie Argumente, die für Ihr Vorgehen sprechen. Stellen Sie den Nutzen, den es für Ihr Gegenüber, für alle Mitarbeiter oder für das Unternehmen hat, heraus.
  • Antizipieren Sie die Widerstände, mit denen Sie rechnen müssen, überlegen Sie, welche Einwände wohl kommen werden, und entwickeln Sie Gegenargumente. Nehmen Sie die Bedenken anderer Personen ernst. Wer sich übergangen fühlt, wird Ihnen nur widerwillig folgen.
  • Suchen Sie sich Verbündete für Ihr Vorgehen. Am wichtigsten: Ihr Chef. Aber auch Meinungsführer im Unternehmen können Ihr Vorhaben deutlich voranbringen, wenn Sie sie auf Ihrer Seite haben.
  • Bilden Sie sich eine klare Meinung und vertreten Sie diese auch offensiv. Wenn Sie in Ihrer Überzeugung schwankend wirken, können Sie andere nicht überzeugen. Seien Sie auch in der Umsetzung konsequent.
  • Gleichzeitig sind Kompromisse wichtig. Versuchen Sie, zu Win-Win-Situationen zu kommen, von denen jeder profitiert. Überlegen Sie sich rechtzeitig, in welchen Bereichen Sie verhandlungsbereit sind und in welchen nicht.
  • Nutzen Sie Ihre Körpersprache. Treten Sie selbstbewusst und offen auf, sprechen Sie mit fester Stimme und sehen Sie Ihr Gegenüber an, wenn Sie mit ihm sprechen.

Nicht zuletzt sollten Sie Ihren Charme spielen lassen. Je freundlicher Sie Ihr Anliegen vortragen, je stärker Sie dabei menschlich auf andere zugehen, desto eher werden die Ihnen in Ihren Vorstellungen folgen.

Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft lassen sich übrigens in Seminaren trainieren.

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