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Digitale Assistenten auf dem Vormarsch

digitale assistenten - studie

Wie verändern digitale Assistenten wie Alexa, Siri, Google Assistent und Cortana unsere Art zu arbeiten, unseren Alltag zu organisieren, im Internet zu surfen und zu kommunizieren? Diesen Fragen ging eine Studie von Microsoft nach.

Digitale Assistenten – oder vielmehr conversional AI, also interaktive künstliche Intelligenz, wie sie in der Studie genannt wird – vereinfachen die Computernutzung immens. Und das hat auch Auswirkungen auf die Arbeit im Office. Auch wenn die Studie sich auf den US-amerikanischen Markt bezieht, sind die Ergebnisse auch für uns und unsere Arbeit interessant.

Digitale Assistenten ziehen in alle Lebensbereiche ein

Die Technik hinter den digitalen Assistenten wird uns mehr und mehr umgeben. Das bedeutet auch, dass die Geräte oder vielmehr die Anbieter der Technik dahinter uns über unsere Interaktionen mit ihnen immer besser kennenlernen. Die Technik ist dabei nicht auf Smartphones, Tablets und Laptops beschränkt, sondern zieht in immer mehr Bereiche unseres Lebens ein: smarte Fernseher, smarte Kühlschränke, smarte Häuser … Laut Nielsen verfügen bereits jetzt 25 Prozent der US-Haushalte über sogenannte Smart Speaker, also über Lautsprecher mit Internetzugang, die nicht nur empfangen, sondern auch senden (Stand laut Studie Ende 2008).

Solche Geräte überbrücken die Kluft zwischen der digitalen und der realen Welt, indem sie es dem Nutzer erlauben, nahtlos zwischen ihnen zu wechseln. Die künstliche Intelligenz auf dem Smartphone sorgt dafür, dass der Nutzer in der analoge Welt einen Arzttermin vereinbaren kann, er kauft automatisch Lebensmittel nach, wenn der smarte Kühlschrank einen Mangel meldet, oder bestellt und verschickt automatisch Blumen zum Muttertag.

Die sprachgesteuerte Nutzung digitaler Geräte wird dabei – so die Studie – zur Norm: Die Studienteilnehmer steuerten ihre Geräte mit ihrer Stimme und gesprochenen Befehlen, indem sie

  • mit einem personal assistent wie Siri, Alexa, Google Assistent oder Cortana (72 Prozent),
  • mit einem smarten Lautsprecher (35 Prozent),
  • Fernseher oder Ähnlichem (36 Prozent),
  • Auto (31 Prozent)
  • oder anderen Geräten (52 Prozent)

kommunizierten.

Bequem und schnell, aber auch sicher?

Der entscheidende Vorteil der Sprachsteuerung ist, – na ja – dass die Geräte über die Sprache gesteuert werden. Es ist also nicht mehr notwendig, Befehle oder Texte über die Tastatur oder eine Touchscreen einzugeben, ein einfaches „hey Siri“ reicht und schon geht es los. 54 Prozent der Befragten nutzten ihre Stimme, um die smarten Geräte zu steuern. Noch findet diese Sprachsteuerung laut Microsoft-Studie vorrangig im Bereich smart home statt, indem etwa die Beleuchtung über sie reguliert wird. Aber das ist nur ein Teilbereich. Nutzer suchen mittels digitalen Assistenten nach Geschäften und Informationen, fragen nach dem Weg oder legen Einkaufslisten an, suchen nach bestimmten Dienstleistungen und vergleichen Produkte. Selbst Onlinebanking wird von einigen schon über die künstliche Intelligenz abgewickelt.

Damit die Menschen all diese Funktionen auch nutzen, ist eines unverzichtbar: Vertrauen. Tatsächlich sind auch 41 Prozent der Studienteilnehmer besorgt, wenn es um Datensicherheit und um das Belauschen von Gesprächen geht. 14 Prozent gaben an, lieber zu handschriftlichen Notizen zu greifen statt einen Sprachbefehl abzusetzen, weil sie dem Unternehmen hinter der Technik nicht vertrauten. Die Herausforderung für alle Unternehmen und Organisationen, die künstliche Intelligenz nutzen und anbieten wollen, liegt also darin, Vertrauen aufzubauen.

Ein Aspekt, der in der Studie nicht angesprochen wird, der aber dennoch wichtig ist, ist die Frage der IT-Sicherheit. Mehr dazu lesen Sie in diesem Interview in der Zeit.

Siri und Google Assistent vorn

Denken Sie auch zu allererst an Amazons Alexa, wenn von digitalen Assistenten die Rede ist? Tatsächlich liegt Alexa mit 25 Prozent Nutzungsquote aber nur auf Platz 3. Den ersten Platz teilen sich Apples Siri und der Google Assistent mit jeweils 36 Prozent. Hintergrund dieser großen Verbreitung ist vermutlich, dass Siri und der Assistent auf den Smartphones dieser Welt vorinstalliert sind. Alexa hingegen ist eher mit smarten Lautsprechern verbunden. Die aber sind auf dem Vormarsch: 2018 besaßen bereits 23 Prozent der Studienteilnehmer einen digitalen Lautsprecher, weitere 30 Prozent planten die Anschaffung. Und bei den smart home speakern ist Amazon mit seinem Echo Marktführer.

Microsofts Cortana ist vor allem im Bereich Arbeit/Produktivität vertreten. Das liegt sicherlich an der Anbindung an die Microsoft Office-Suite und die Cloud. Damit vereinfacht sich die Interaktion beispielsweise mit Outlook, um Termine, Aufgaben und E-Mails zu verwalten.

Wie wird sich die Arbeit in einem Büro mit digitalen Assistenzsystemen verändern? Das können Sie im Text „Kommt das sekretärinnenlose Büro?“ nachlesen.

Die vollständige Studie können Sie hier nachlesen.

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