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Erstellen Sie einen Monatsplan

So erstellen Sie einen Monatsplan

Irgendwann zwischen dem 20. und 25. des Vormonats wird es Zeit, den nächsten Monatsplan zu erstellen. Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, was demnächst alles ansteht und wie Sie die eigene Zielerreichung vorantreiben können.

Ihr Monatsplant ist ein wichtiges Instrument, um Ihre Ziele zu erreichen

Nehmen Sie für Ihren Monatsplan zunächst Ihre langfristige Zieldefinition und Ihre Jahresplanung zur Hand. Sie erinnern sich: Ihre langfristigen Ziele sind Ihr Kompass durch Ihr Leben, das sind Ihre Lebensziele. Aus Ihrer Jahresplanung wissen Sie bereits, was Sie am Ende des jeweiligen Jahres erreicht haben wollen, um Ihren Lebenszielen näher zu kommen. Und Sie haben bei einigen Punkten schon überlegt, welche Schritte in welcher Reihenfolge dafür sinnvoll sind. Allerdings ist es einfacher, diese Ziele aufzuschreiben, als sie dann auch wirklich umzusetzen. In der Hektik des Alltags geraten Sie einfach schnell wieder in Vergessenheit. Integrierieren Sie sie aber gezielt in Ihren Monatsplan, bleiben sie Ihnen präsent und ihre Umsetzung wird realistischer.

Mit guter Planung alles im Griff

Mit guter Planung alles im Griff
© ra2 studio – Fotolia.com

Auch wenn Sie Ihre eigenen Ziele in den Vordergrund rücken sollten, ist ab jetzt in der Planung immer ein Blick auf den jeweiligen Zeitraum mit seinen Besonderheiten sowie auf die Ziele, die von außen an Sie herangetragen wurden, notwendig.

Vielleicht haben Sie auch schon Monate festgelegt, in denen Sie diese Schritte angehen wollen. Oder der Zeitraum ergibt sich von allein – ein gemeinsamer Sommerurlaub findet naturgemäß im Sommer statt. Nun geht es darum, diese Schritte weiter zu konkretisieren und geschickt in den Monatsplan zu integrieren.

Bevor Sie sich an den Monatsplan machen, …

nehmen Sie sich Ihren Kalender zur Hand und fragen Sie sich:

  • Welche Termine stehen jetzt schon für den betreffenden Monat fest? Denken Sie vor allem an Geschäftsreisen, mehrtägige Meetings und Konferenzen, also Verpflichtungen, die viel Zeit rauben. Vergessen Sie dabei aber auch private Termine nicht. Große Familienfeiern verhindern vermutlich, dass Sie sich auf eine schwierige Fortbildung konzentrieren können.
  • Fallen Feiertage in diesen Monat? Ergeben sich dadurch zusätzlich freie Tage, sodass Ihnen weniger Arbeits-, aber dafür mehr Freizeit zur Verfügung steht?
  • Liegt ein Urlaub an – bei Ihnen oder auch bei einem Kollegen? Wenn Sie eine Vertretung übernehmen, werden Sie vermutlich weniger Zeit für eigene Vorhaben aufbringen können.
  • Wie lief der Monat in der Vergangenheit? Hören Sie auf Ihre Erfahrung. Wenn der betreffende Monat in der Vergangenheit schon immer anstrengend war, etwa weil zu dieser Zeit die Vorbereitung für eine Veranstaltung ein paar Wochen später beginnt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es auch in diesem Jahr ein stressiger Monat wird.

Notieren Sie sich solche Informationen und schätzen Sie anschließend ab, wie viel Zeit Ihnen für Ihre Zielerreichung bleibt.

Achtung: Planen Sie nicht zu sportlich. Je kleiner die Zeiteinheit Ihrer Planung wird, von der Jahres- über die Monats-, Wochen- bis hin zur Tagesplanung, desto eher drängeln sich die alltäglichen Aufgaben dazwischen und knapsen Stücke aus Ihrem wertvollen Zeitbudget. Berücksichtigen Sie dies unbedingt. Wenn Sie sich zu viel vornehmen, riskieren Sie, schon früh hinter Ihrer Planung hinterherzuhängen und dann die Lust zu verlieren.

Das persönliche Ziel des Monats

Was wollen Sie diesen Monat tun, um Ihrem privaten Ziel näher zu kommen? Jetzt werden Ihre Handlungsschritte schon konkreter und statt „Urlaubsort überlegen“ geht es in diesem Monat vielleicht darum, die anderen Familienmitglieder zu einer Familienkonferenz zusammenzutrommeln und die jeweiligen Wünsche abzufragen.

Tipp: Je früher Sie grundlegende Fragen klären, desto eher können Sie sich um die Details kümmern, die in der Regel besonders viel Zeit fressen.

Definieren Sie für alle Ihre privaten Ziele Teilschritte für den jeweiligen Monat und legen Sie fest, wann Sie die erledigen: am Anfang, in der Mitte oder am Ende des Monats? Halten Sie die Ergebnisse Ihrer Überlegungen unbedingt schriftlich fest.

Ihre Finanzen im anstehenden Monat

Wenn Sie sich überlegen, wie viel Sie im kommenden Monat ansparen wollen, lohnt sich ein Blick zurück auf die Vergangenheit. Wo stehen Sie? Was sagt Ihr Konto derzeit? Wie liefen die letzten Wochen? Außerdem ist ein Ausblick wichtig: Welche Ausgaben stehen an? Ist der kommende Monat eventuell gespickt mit zahlreichen Geburtstagen oder anderen Feiern und Veranstaltungen, die Geld verschlingen? Denken Sie daran, dass Sie ein langfristiges finanzielles Ziel haben und überlegen Sie, was Sie diesen Monat trotz Ihrer Verpflichtungen dafür tun können. Wenn Sie auf der einen Seite hohe Ausgaben zum Beispiel für Geburtstage haben, gibt es eventuell an anderer Stelle Einsparpotenzial? Vielleicht aber ist der anstehende Monat in finanzieller Hinsicht sehr entspannt, dann nutzen Sie ihn, um ein kleines Polster auf dem Sparkonto anzulegen. Wenn dann der nächste klamme Monat ansteht, können Sie den viel entspannter angehen.

Tipp: Wenn Sie feststellen, dass Sie in diesem Monat (bis auf einen fixen Sockelbetrag, siehe hier) gar nichts weiter zurücklegen können, nutzen Sie die Zeit dennoch, um in Sachen Geld voranzukommen. Besorgen Sie sich Fachliteratur zur Geldanlage, überlegen Sie Maßnahmen, wie Sie langfristig Ihre finanzielle Lage verbessern können, beginnen Sie mit der Planung für einen Flohmarktverkauf etc. In kaum einem Bereich ist „Dranbleiben“ für den langfristigen Erfolg so wichtig wie beim Geld.

Beruflich vorankommen

Als Nächstes sehen Sie sich Ihre beruflichen Ziele an. An dieser Stelle im Monatsplan wird meist am deutlichsten, dass wir unsere Ziele nicht für uns allein nur planen und umsetzen können, sondern dass viele äußere Einflüsse eine Rolle spielen: Ihr Chef bezahlt Ihre Fortbildung nicht oder will, dass Sie etwas ganz anderes machen. Ihr Job lässt es nicht zu, nebenbei auch noch einen Kurs zu besuchen. Ihre Bewerbungen haben keinen Erfolg … Dennoch ist es wichtig, hier Kurs zu halten und Ihren eigenen Weg weiter zu verfolgen.

Das bedeutet nicht, dass Sie die von Ihrem Chef vorgeschlagene Fortbildung nicht machen sollen, aber Ihre eigenen Wünsche dürfen Sie darüber nicht vergessen. Wenn Ihre Zeit in diesem Monat nicht ausreicht, um einen weiteren Kurs zu buchen, lesen Sie beispielsweise ein entsprechendes Buch. Das geht auch in der U-Bahn oder abends vor dem Zubettgehen. Oder Sie erledigen die organisatorischen Punkte Ihrer Liste und schreiben ein paar Weiterbildungsanbieter wegen weiterer Informationen an.

Auch wenn Sie in diesem Monat vielleicht nicht viel schaffen, das „Dranbleiben“ hat auch den Vorteil, dass Sie auf diese Weise Ihr eigenes Ziel nicht vergessen.

Tun Sie etwas für die Gesundheit

In Idealfall ist der Gang ins Fitnessstudio nach Feierabend für Sie schon so zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Sie Sport gar nicht weiter einplanen müssen. Wenn nicht, sorgen Sie unbedingt dafür, dass Sie ausreichend Bewegung bekommen, Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

In stressigen Monaten mit vielen Reisen können Ihr Pläne, die Gesundheit zu stärken, zum Beispiel bedeuten, dass Sie gezielt Hotels mit Fitnessraum und idealerweise Pool raussuchen. Nehmen Sie sich auch vor, am Frühstücksbuffet vermehrt zum Obst zu greifen. Oft verführt die große Auswahl dazu, viel zu viel zu essen, mit üblen Folgen für die Konzentration am Tag und für die Figur.

Weitere Ideen für mehr Gesundheitsmaßnahmen n Ihrem Monatsplan sind:

  • Überprüfen Sie, welche Arzt- und Vorsorgetermine anstehen oder vereinbart werden sollten.
  • Legen Sie ein Wochenende fest, an dem Sie eine Wanderung unternehmen.
  • Überlegen Sie, wie Sie mehr Obst und Gemüse in Ihren Speiseplan einbauen können.

Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos.

Die entscheidende Frage ist, wie groß der Anteil des Monats in den einzelnen Bereichen sein soll, der zu Ihrem ganz persönlichen Jahresergebnis beiträgt. Planen Sie realistisch – in beide Richtungen. Übernehmen Sie sich auf der einen Seite nicht, damit nicht die Motivation verlieren. Setzen Sie die Ziele aber auch nicht zu niedrig an, sonst gerät Ihr Ziel schnell in unerreichbare Ferne.

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