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Deutscher Assistentinnen-Tag 2019 – ich war dabei

DAT 2019

Werbung, da Produktnennung

Vom 8. bis 10. Mai trafen sich Assistentinnen und Sekretärinnen im Kongresshotel in Potsdam beim 40. Deutschen Assistinnen-Tag 2019 zum Erfahrungsaustausch und Wissenauftanken. Wie schon in den vergangenen Jahren war ich auf Einladung des Veranstalters, des WEKA Verlags, als Beobachterin und Bloggerin dabei.

Das Motto des diesjährigen Kongresses – übrigens eine Jubiläumsveranstaltung, den DAT gibt es mittelweile 40 Jahre – war „Assistenz 4.0“. Es ging also in den Seminaren, Workshops und Vorträgen um das derzeit alles beherrschende Thema „Digitalisierung im Büro“ und den sinnvollen Umgang damit. Da mich die technischen Möglichkeiten mehr interessierten als die persönlichen, kommunikativen und persönlichen Folgen des Wandels, habe ich die Gelegenheit genutzt und mir Tipps vom Profi geholt.

„Das Büro ist heute ganz Software“

So besuchte ich etwa den Workshop „Büroorganisation 4.0“, in dem Enisa Romanic zeigte, wie sie selbst ihr digitales Büro organisiert. „Früher war das Büro vor allem Hardware: etwa ein Laufwerk mit der Ablage, ein Desktop zur Anzeige und zu Arbeiten, Scanner etc. Heute hingegen ist es nur noch Software“, erläuterte die Referentin. „Alle Daten liegen in der Cloud. Zum Arbeiten brauche ich nur noch mein Smartphone.“ Romanic zeigte, wie sie per Sprachsteuerung E-Mails verschickt und Termine einträgt. Interessant fand ich auch, wie sie die Notizenverwaltung OneNote von Microsoft einsetzt, immerhin so interessant, dass ich – wieder in meinem Büro angekommen – mal wieder einen Versuch mit OneNote gestartet habe. Vergeblich – ich komme mit diesem komischen, verschachtelten und streng hierarchischen Prinzip hinter dem Programm nicht zurecht und bleibe bei Evernote, das meinem vernetzten Denken weit mehr entspricht.

Gespräche am Rande auf dem Deutschen Assistentinnen-Tag 2019

Am spannendsten finde ich bei solchen Veranstaltungen ja immer die Begegnungen und Gespräche am Rande. Eine Erkenntnis, die ich dabei nicht zum ersten Mal gewann: Eigentlich sollten die Chefs mit in diese Seminare gehen. Es ist erstaunlich, wie viel Optimierungspotenzial in der Zusammenarbeit zwischen Vorgesetztem und Assistentin sowie innerhalb des Teams liegt – und wie wenig davon genutzt wird. So berichtete eine Sekretärin, dass sie als einzige in der ganze Abteilung nicht mit einem Dienst-Handy ausgestattet ist und sich von einem Kollegen ein Tablet ausleihen muss, wenn sie in Sitzungen Protokoll schreiben soll – weil sie nur einen Desktop, aber kein Laptop gestellt bekommt. Das ist einfach absurd! Sekretärinnen und Assistentinnen nehmen in der Digitalisierung eine Schlüsselstellung ein. Immerhin sind sie es, die das Team organisieren, das doch bitte schön digital über Kollaborationstools arbeiten soll. Damit sollte es selbstverständlich sein, dass alle, einschließlich der Sekretärin und Assistentin, entsprechend technisch ausgestattet sind. Das scheint aber in den Köpfen der Vorgesetzten noch nicht angekommen zu sein.

Referenten und Aussteller

Über 30 Seminar, Workshops und Vorträge wurden den über 250 Teilnehmerinnen geboten. Insgesamt waren an den drei Tagen 20 Referenten vor Ort, darunter Größen wie Sabine Asgodom, Dr. Roman Szeliga, Marc Gassert und Daniel Hammer. Zudem waren namhafte Aussteller beim Kongress vertreten. Besonders gefreut hat mich, dass ich Fabian Valente von MeetingBooster treffen und sprechen konnte. Mit ihm hatte ich einige Wochen zuvor für die zweite Auflage des Buchs „Protokolle schreiben“ ein langes Gespräch zum spannenden Thema „digitale Protokollführung“ geführt.

Mit Co-Autorin Tanja Bögner und Interviewpartner Fabian Valente auf dem DAT. Es fehlt: unsere dritte Co-Autorin Barbara Kettl-Römer
Mit Co-Autorin Tanja Bögner und Interviewpartner Fabian Valente auf dem DAT. Es fehlt: unsere dritte Co-Autorin Barbara Kettl-Römer

Hier geht es zum Live-Blog, den ich gemeinsam mit den Kollegen vom WEKA-Verlag während der Veranstaltung geführt habe.


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