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Geschäftsreisen bedeuten Stress

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Geschäftsreisen bedeuten Stress, so ein Ergebnis der Studie Chefsache Business Travel 2016 von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). Vor allem Jüngere leiden demnach unter einer damit verbundenen fehlenden Work-Life-Balance.

Je häufiger die Reisenden unterwegs sind, desto höher steigt der Stresslevel. Bei fünf oder mehr Reisen im Monat wird die Zeit als besonders anstrengend (78 Prozent) empfunden, handelt es sich nur um zwei, sinkt das Stressempfinden (27 Prozent). In Summe beurteilen 46 Prozent der Befragten ihre Geschäftsreisen des letzten Jahres als stressig oder sehr stressig.

Interessant ist ein Blick auf die Ursachen, denn hier können Sie als Assistentin viel bewirken:

Stressige Geschäftsreisen durch lange Fahrtzeiten

Lange Fahrtzeiten durch schlecht gewählte Unterkünfte und ungünstige Reiseverbindungen sind Stressfaktor Nr. 1. Hier ist die Lösung naheliegend. Versuchen Sie, diese Belastungen zu vermindern, indem Sie ein anderes Hotel buchen, das näher an dem eigentlichen Reiseziel liegt. Überlegen Sie auch, wie Sie die Reiseverbindung optimieren können, um lange Fahrtzeiten, aber auch hektisches Umsteigen zu umgehen. Möglicherweise steht die Geschäftsreisenrichtlinie solchen Überlegungen im Weg. Regen Sie dann eine Überarbeitung an. Es ist niemandem damit gedient, wenn Mitarbeiter, gerade jüngere, ausbrennen.

Stressige Geschäftsreisen durch fehlende Ruhezeiten

Fehlende Ruhezeiten durch die ständige Erreichbarkeit stehen an zweiter Stelle. Treffen Sie mit dem Reisenden klare Absprachen, wann wer erreichbar sein muss – und ab wann für jedermann Feierabend ist. Hier ist allerdings auch der Reisende selbst gefragt. Viele junge Leute können ihr Smartphone und den Laptop nicht ausschalten und setzen sie so selbst unter Druck. Da ist Selbstdisziplin gefragt.

Achten Sie bei der Hotelwahl auch darauf, dass das Haus gute Betten hat. Gesunder Schlaf ist für die Erholung unverzichtbar.

Stressige Geschäftsreisen durch mangelnde Work-Life-Balance

Dieser Punkt wird besonders von jüngeren Kollegen beklagt – und darin zeigt sich ein echter Generationenwandel. Denn für Reisende über 40 Jahren ist das weniger ein Problem. In Zeiten des Nachwuchs- und Fachkräftemangels ist das eine gefährliche Tendenz, denn für jüngere Mitarbeiter sind Freizeit, Familie und Freunde oft wichtiger als Geld und Karriere. Der beste Weg ist hier, die Anzahl der Geschäftsreisen zu reduzieren. Überlegen Sie gemeinsam, welche absolut notwendig sind und welche sich beispielsweise durch Video- und Telefonkonferenzen ersetzen lassen. Auf den Reisen selbst kann die Wahl eines guten Hotels entscheidend sein. Wer abends im hoteleigenen Fitnessraum oder im nahegelegenen Park  noch etwas Sport machen kann, baut ganz aktiv Stress ab.

Unternehmen, die junge, talentierte Mitarbeiter halten wollen, tun gut daran, Geschäftsreisen so stressfrei und angenehm wie möglich zu gestalten. Sonst arbeitet der High Potential möglicherweise bald für die Konkurrenz.

 

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  1. Geschäftsreisen können wirklich ganz schön stressig sein. Was oft unterschätzt wird, ist der Stress beim Autofahren, gerade, wenn viel Verkehr ist und man nebenher noch ständig telefoniert. Ich versuche daher, so viele Reisen wie möglich mit dem Zug zu machen und bei Bedarf den Aufpreis für die 1. Klasse zu zahlen. Da kann ich in Ruhe lesen oder am Laptop arbeiten und komme wesentlich entspannter an als nach langen Autofahrten. Freilich darf es keine Zugverbindung sein, bei der man mehr als einmal umsteigen muss, sonst wird es bei den üblichen Verspätungen auch schnell stressig …

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