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DIN 5008: Wie werden IBAN und BIC geschrieben?

IBAN und BIC nach DIN 5008

22 Stellen! So lang ist eine IBAN, bestehend aus einer Buchstaben- und Zahlenkombination. Damit aus IBAN nicht „IBAN der Schreckliche“ wird, sollten Sie die Zahlenkolonne in Geschäftsbriefen und auf Rechnungen unbedingt sinnvoll gliedern. Damit erleichtern Sie es Ihren Kunden erheblich, die Überweisung auf den Weg zu bringen. In der DIN 5008 finden Sie eine Vorgabe.

Die IBAN-Gliederung nach DIN 5008

Seit 1. Februar 2014 gilt für geschäftliche Zahlungen offiziell die Vorgabe: IBAN statt Kontonummer und Bankleitzahl. Faktisch war die Umstellung erst im August 2014 geschafft, aber seitdem gibt es für Geschäftskunden der Bank kein Erbarmen mehr. Privatleute haben noch eine Schonfrist, hier ist der endgültige Umstellungstermin erst am 1. Februar 2016.

IBAN  ist die offizielle Abkürzung für „International Bank Account Number“, also für „Internationale Bankkontonummer“. Am Beginn steht die Länderkennung, dann folgen zwei Prüfziffern, der Rest wird gebildet aus der Bankleitzahl und der Kontonummer.

Insgesamt sind das 22 Stellen! Bestimmt haben Sie auch schon einmal festgestellt, dass dieses Zahlen- und Buchstabenmonster kaum mehr lesbar ist, wenn es am Stück geschrieben wird. Vor allem, wenn viele Nullen darin enthalten sind, was oft vorkommt, müssen viele Menschen erst mühselig nachzählen, wie viele es denn nun genau sind und ob sie nun alle in das entsprechende Formular eingetragen haben. Eine Gliederung muss also her.

Die DIN 5008 gibt vor: Von links beginnend schreiben Sie fünf Vierergruppen, dann zum Schluss noch eine Zweiergruppe. Eine IBAN nach DIN 5008 sieht also beispielsweise so aus:

DE11 9900 0000 8888 7777 00

Kundenfreundlich geht anders!

Allerdings erhalte ich regelmäßig Rechnungen, die eben keine Gliederung anbieten, sondern in denen die IBAN einfach am Stück geschrieben ist. Sogar auf Kontoauszügen steht die IBAN manchmal am Stück, obwohl doch gerade Banken ein besonders großes Interesse daran haben müssten, dass die Zahlenkolonnen in der Bevölkerung auch akzeptiert werden. Gerade wenn solche Schreiben an Privatkunden gehen, finde ich, dass das ein sehr kundenunfreundliches Vorgehen ist.

Achten Sie doch einmal darauf, an welchen Stellen Sie Ihren Kunden den Umgang mit IBAN erleichtern können, z. B.

  • Rechnung: Machen Sie es Ihrem Kunden leicht, Ihre Rechnung zu bezahlen, und gliedern Sie Ihre Kontonummer nach DIN 5008. Das gilt auch dann, wenn Sie einen Überweisungsvordruck mitschicken, denn viele Kunden nutzen Online-Banking und können den Vordruck gar nicht verwenden, quälen sich aber damit ab, die Zahlen in die Eingabemaske reinzubekommen. Gleiches gilt natürlich auch für Mahnungen, Spendenaufrufe etc.
  • Briefbogen/Geschäftsbrief: Viele Unternehmen setzen die Bankverbindungen auf ihre Briefbögen in die Fußzeile. Auch hier ist ein Aufbau nach DIN 5008 sinnvoll.
  • SEPA-Mandat/Lastschrift: Wenn Sie Ihre Kunden darum bitten, offene Beträge einziehen zu dürfen, gestalten Sie den entsprechenden Vordruck möglichst kundenfreundlich. Für die IBAN können Sie gleich Felder mit einer entsprechenden Gliederung vorgeben, das erleichtert das Eintragen erheblich.
  • Online-Formular: Vielleicht können Ihre Kunden ja auch in Onlineshop ihre Kontoverbindung hinterlegen. Hier schafft eine übersichtliche Eingabemaske, die hilft, Fehler zu vermeiden, auch gleich noch Vertrauen.

Noch brauchen Sie die BIC

Bis zum 1. Februar 2016 brauchen Sie im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr mit anderen SEPA-Ländern noch zusätzlich die BIC. Das steht für „Business Identifier Code“ und ist sozusagen die Adresse der Bank (manchmal wird dieser Code auch „Swift-Code“ genannt nach der Organisation, die ihn vergibt). Nach diesem Termin soll die Pflicht, die BIC anzugeben, entfallen. Die BIC besteht aus acht bis elf Stellen: Buchstaben und Zahlen. Für die BIC gibt die DIN 5008 keine Gliederung vor. Da sie aber deutlich kürzer und unkomplizierter ist, stellt die BIC in der Regel kein Problem dar.

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