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Angemessene Sommerkleidung im Büro

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Wie sieht ange­mes­se­ne Som­mer­klei­dung fürs Büro aus? Je hei­ßer es drau­ßen wird, umso drän­gen­der wird die­se Fra­ge für vie­le Sekre­tä­rin­nen und Assis­ten­tin­nen. Immer­hin ist es nicht leicht, den rich­ti­gen Weg zu fin­den zwi­schen „leicht und luf­tig“ und „pro­fes­sio­nell und busi­ness-like“. Ich habe mit Ste­pha­nie Gru­pe, die den erfolg­rei­chen Blog „Die Mode­flüs­te­rin“ betreibt, über ange­mes­se­ne Klei­dung gespro­chen.

Angemessen, leicht und trotzdem stilvoll

Arbei­ten im Sekre­ta­ri­at: Wenn im Som­mer die Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen, fra­gen sich vie­le Frau­en, wie eine ange­mes­se­ne Som­mer­klei­dung im Büro aus­sieht und sie sich der Hit­ze leicht und trotz­dem stil­voll klei­den kön­nen. Was kön­nen Sie Büro­ar­bei­te­rin­nen wie Sekre­tä­rin­nen raten?

Ste­pha­nie Gru­pe: Wich­tig ist es, dass Sie auch bei größ­ter Hit­ze nicht zu viel Haut zei­gen. Tie­fe Aus­schnit­te, zu kur­ze Röcke oder gar Shorts und auch zu gro­ße Arm­aus­schnit­te sind in einer reprä­sen­ta­ti­ven Funk­ti­on – und das trifft auf Sekre­tä­rin­nen zu – nicht ange­mes­sen. Dazu kommt eine gro­ße Vor­sicht, was die Trans­pa­renz von Stof­fen anbe­langt. Im Som­mer ten­die­ren die Stof­fe dazu, dün­ner und leich­ter zu wer­den. Dies darf aber nicht dazu füh­ren, dass sich die Unter­wä­sche abzeich­net oder gar durch­scheint.

Über­haupt ist es wich­tig, dass Sie gera­de im Som­mer die rich­ti­ge Unter­wä­sche tra­gen. Haut­far­be­ne, naht­lo­se Des­sous, falls nötig auch mit for­men­den Details, sind meist die bes­te Lösung. Die­se ver­schaf­fen auch leich­te­ren Stof­fen mit wenig Stand ein kon­tu­rier­tes, aber unsicht­ba­res Dar­un­ter.

Bei den Stof­fen sind es vor allem die natür­li­chen Mate­ria­li­en, allen vor­an Baum­wol­le, Sei­de und „Cool Wool“, die bei gro­ßer Hit­ze für das rich­ti­ge Büro-Kli­ma sor­gen. Aber auch Lyo­cell oder Ten­cel sind moder­ne Mate­ria­li­en, die sich auf der Haut kühl und glatt anfüh­len. Sei­den­chif­fon ist unschlag­bar, wenn es dar­um geht, dass feuch­te Stel­len unsicht­bar blei­ben und schnell wie­der trock­nen.

Auch wür­de ich ger­ne allen Frau­en in reprä­sen­ta­ti­ven Funk­tio­nen davon abra­ten, im Som­mer zu stark schlab­bern­de oder volu­mi­nö­se Klei­dung zu tra­gen. Auch wenn es bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren sehr ver­füh­re­risch ist, sich ins beque­me Wal­le­kleid zu hül­len, so sind es doch in ers­ter Linie die struk­tu­rie­ren­den Schnitt-Details, die für adäqua­te Büro­klei­dung sor­gen. Zu die­sen gehö­ren Kra­gen mit Steg, Knopf­leis­ten, Schul­ter­pas­sen, Brust­ta­schen, Tail­len-Abnä­her, Man­schet­ten, Rock- und Hosen­bund und eini­ge wei­te­re Details, die form­ge­bend wir­ken. Das ver­leiht Hal­tung. Und das ist vor allem dann gefragt, wenn es hit­zig zugeht …

Welcher Sommertrend passt?

AiS: Wenn Sie auf die Som­mer­mo­de schau­en: Wel­chen Trend fin­den Sie für das Büro beson­ders pas­send?

Gru­pe: Das The­ma des Som­mers sind Blu­sen in allen Spiel­ar­ten. Das kommt dem Busi­ness-Look fürs Büro sehr ent­ge­gen. Eine hell­blaue Strei­fen­blu­se zum schlich­ten Rock hat in die­ser Sai­son sogar Trend-Cha­rak­ter. Das Glei­che gilt für das Blu­sen­kleid. Das ist ohne­hin ein zeit­lo­ser Büro-Klas­si­ker, der vor allem mit sei­ner Struk­tur punk­tet – sie­he oben. Jetzt sind Blu­sen­klei­der gera­de wie­der ange­sagt und es gibt sehr vie­le moder­ne und aus­ge­fal­le­ne Schnitt-Vari­an­ten, die gut im Büro trag­bar sind.

Der zwei­te Trend, der für Büro­ar­bei­te­rin­nen ein Segen ist, ist die Culot­te – der ehe­ma­li­ge Hosen­rock. Der Zwit­ter zwi­schen Hose und aus­ge­stell­tem A-Lini­en-Rock ist bequem, leicht zu sty­len und ver­schafft mit Pumps sofort einen femi­ni­nen, aber nicht zu roman­ti­schen Look.

Wer es super-tren­dy mag, der greift zu den neu­en 7/8-Schlaghosen. Die­se gibt es auch in schö­nen, som­mer­li­chen Stof­fen. In einer neu­tra­len Far­be braucht es dazu nur ein schlich­tes Sei­den-Top und Pumps, Bal­le­ri­nas oder einen beque­men Leder-Slip­per und Sie sind per­fekt geklei­det.

Im Trend lie­gen in die­ser Sai­son die Far­ben Hell­blau und Puder­ro­sa. Wenn Sie die­se Far­ben im Büro tra­gen möch­ten, soll­ten sie durch neu­tra­le, seriö­se und typi­sche Büro-Far­ben geer­det wer­den. Bei­spiels­wei­se sieht Grau dazu her­vor­ra­gend aus. Aber auch Mari­neblau ver­leiht den nöti­gen erwach­se­nen Ernst.

AiS: Und was geht Ihrer Mei­nung nach über­haupt nicht?

Gru­pe: Grund­sätz­lich wür­de ich zu auf­fäl­li­ge und bun­te Mus­ter im Büro mei­den. Und auch der sehr ange­sag­te Bohe­me- oder Hip­pie-Look ist im Büro eher weni­ger ange­bracht. Alles, was mit üppi­gen Rüschen, Volants, Fran­sen oder ande­ren wackeln­den, bau­meln­den oder klim­pern­den Details zusam­men hängt, soll­te ver­mie­den wer­den.

Nichts ein­zu­wen­den gibt es aller­dings gegen auf­fäl­li­ge Knall­far­ben – sofern die Dosis stimmt.

No-Gos sind natür­lich Flip-Flops oder ähn­lich läs­si­ge Frei­zeit­schu­he, Spa­ghet­ti-Trä­ger-Tops oder Shorts und Mini­rö­cke. Sicht­ba­re Unter­wä­sche wirkt abso­lut unpro­fes­sio­nell.

Und zum The­ma Pfle­ge wür­de ich sagen: Epi­lie­ren, Pee­len und Cre­men sind Pflicht. Wenn nack­te Arme, Bei­ne oder Füße ins Spiel kom­men, müs­sen die­se abso­lut per­fekt gepflegt sein.

Kleidung, die das eigene Image stärkt

AiS: Ganz all­ge­mein: Wel­che Stil­sün­den soll­te eine Sekre­tä­rin ver­mei­den, um von ihrem Chef und den Kol­le­gen in jeder Situa­ti­on ernst­ge­nom­men zu wer­den?

Gru­pe: Schlich­te, struk­tu­rier­te Looks sind weit­aus bes­ser geeig­net, sei­ne Kom­pe­tenz zu zei­gen, als üppi­ge, ver­spiel­te oder zu tren­dy Kom­bi­na­tio­nen. Das Bar­bie-, Püpp­chen- oder Vamp-Dasein hat im Büro-Ambi­en­te nichts ver­lo­ren. Da gibt es eine fei­ne Linie, die nie­mals ange­spro­chen, aber den­noch zur Kennt­nis genom­men wird. Das gilt auch für Haa­re, Make­up und Schmuck. Auch hier ist dezent bes­ser als zu auf­fäl­lig. Grei­fen Sie bei Schmuck zu dezen­ten Stü­cken und weni­ger zu auf­fäl­li­gen State­ment-Pie­ces. Auch wenn sich das in den letz­ten Jah­ren etwas gelo­ckert hat, so ist es immer rat­sam, eher zu wenig als zu viel zu schmü­cken.

Grund­sätz­lich ist es immer eine gute Idee, in weni­ge, aber hoch­wer­ti­ge Acces­soires zu inves­tie­ren. Das sind Sta­tus-Sym­bo­le, die gera­de in einer Welt mit männ­li­cher Domi­nanz immer noch sehr wich­tig sind. Die Arm­band­uhr, der Leder­gür­tel mit Schnal­le, eine top Leder-Tasche und Qua­li­täts-Schu­he sind ein Muss, wenn Sie pro­fes­sio­nell ernst genom­men wer­den wol­len. Dazu kom­men typi­sche Büro-Acces­soires, wie Visi­ten­kar­ten-Etui, Kugel­schrei­ber oder Füll­fe­der­hal­ter, Notiz­buch, Lap­top-Tasche, Han­dy-Hül­le. Auch bei der Aus­wahl in die­sem Bereich soll­ten Sie immer Ihr Image im Auge behal­ten.

AiS: Vie­len Dank für das Gespräch.

Die Modeflüsterin Stephanie Grupe

Die Mode­flüs­te­rin Ste­pha­nie Gru­pe

Ste­pha­nie Gru­pe ist „die Mode­flüs­te­rin“. Auf ihrem erfolg­rei­chen Blog blog.modefluesterin.de gibt sie Frau­en Tipps, wie sie ihren eige­nen Stil fin­den und eine pas­sen­de Basis­gar­de­ro­be auf­bau­en – jen­seits von Model­ma­ßen und kurz­le­bi­gen Mode­trends.

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