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Biorhythmus: Horchen Sie in sich hinein

Biorhythmus - horchen Sie in sich hinein

Der Biorhythmus ist eine gute Orientierungshilfe, wenn Sie Ihre Zeit besser ausnutzen und mehr schaffen wollen. Dabei geht es um die Frage, zu welchen Zeitpunkten am Tag Sie besonders leistungsfähig sind und wann Ihre Leistungsfähigkeit eher eine Pause macht.

Wissen Sie, wie Ihre innere Uhr tickt? Und wie Sie so auf sie hören, dass Sie besser über den Tag kommen?

Eule oder Lerche: der Biorhythmus entscheidet

Die bekannteste Unterscheidung ist die in sogenannte Lerchen und Eulen. Damit werden Menschen bezeichnet, die entweder eher früh zu Bett gehen und früh aufstehen (Lerchen) oder aber genau umgekehrt tendenziell eher spät zu Bett gehen und daher morgens auch später aus den Federn kommen(Eulen). Eine Studie des Instituts für Integrierte Produktion Hannover hat erwiesen, dass es sinnvoll ist, auf diese persönliche Leistungsfähigkeit zu unterschiedlichen Zeiten Rücksicht zu nehmen. So lassen sich Fehler vermeiden, Mitarbeiter sind ausgeglichener und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigt.

Arbeiten Sie gemäß der Hochs und Tiefs Ihres Biorhythmus

Sie selbst wissen ganz sicher, ob Sie ein Morgen- oder ein Abendmensch sind. Schließlich springen Sie jeden Tag beim ersten Weckerklingeln aus dem Bett oder quälen sich erst nach dem dritten Mal „Weckertotschlagen“ ins Bad. Das hat Auswirkungen auf den Rest des Tages.

  • Morgenmenschen können sich in der Regel vormittags gut konzentrieren. Dies ist also der richtige Moment für schwierige Aufgaben, die Ihnen alles abverlangen. Mittags folgt ein kleines Tief, das noch dadurch verstärkt wird, dass unser Körper nach dem Essen Verdauungsarbeit zu leisten hat. Im Laufe des Nachmittags aber kommt dann noch einmal ein weiteres Hoch, das wiederum für anspruchsvollere Tätigkeiten geeignet ist.
  • Bei Abendmenschen ist dieser Rhythmus um ein paar Stunden nach hinten verschoben. Sie kommen erst im Laufe des späten Vormittags so richtig in die Gänge und haben dafür am Abend, wenn Morgenmenschen schon müde in den Seilen hängen, noch mal ein richtiges Hoch.

Beobachten Sie sich und Ihre innere Uhr einmal eine Weile selbst und machen Sie sich Notizen: Wann gehen Ihnen Tätigkeiten besonders leicht von der Hand? Wann fällt es Ihnen eher schwer, bei der Sache zu bleiben?

Tipps, wie Sie auf Ihren Biorhythmus achten

Überlegen Sie doch einmal, wie Sie Ihren Arbeitstag so gestalten, dass er Ihrem eigenen Biorhythmus besser entspricht:

  • Der erste Tipp ist sehr naheliegend: Wenn Sie selbst bestimmen, wann Sie welche Aufgaben bearbeiten, legen Sie die schwierigen Tätigkeiten in Ihre Hochphasen. So schaffen Sie mehr in kürzerer Zeit und in besserer Qualität. Nutzen Sie die Zeiten, in denen Sie weniger leistungsfähig sind, für einfachere Aufgaben wie etwa die Ablage.
  • Verstärken Sie die Tiefs nicht noch durch schweres Essen. Nehmen Sie eher leichte Speisen zu sich, dann ist Ihr Körper wieder schneller leistungsfähig.
  • Im Idealfall wird in Ihrem Unternehmen Gleitzeit angeboten, die Sie dann unbedingt nutzen sollten.
  • Tageslichtlampen können gerade in der dunklen Jahreszeit helfen, wach zu werden und zu bleiben.
  • Wenn die Müdigkeit kommt, hilft Kaffee eher wenig. Besser ist es, einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Der Sauerstoff macht Sie wieder wach.
  • Schlafen Sie ausreichend. Egal ob Sie Lerche oder Eule sind, wer auf Dauer zu wenig schläft, wird krank. Wie viel Schlaf ein Mensch braucht, ist individuell unterschiedlich, bei den meisten sind es ungefähr acht Stunden.
  • Unabhängig davon, ob Sie Morgen- oder Abendmensch sind, schwankt die persönliche Leistungskurve bei Menschen noch ungefähr im 90-Minuten-Rhythmus. Machen Sie daher spätestens nach anderthalb Stunden eine kleine Pause, um das Mini-Tief zu überbrücken.

Welche Tipps haben Sie, um besser nach der eigenen inneren Uhr zu arbeiten? Ich freue mich auf Kommentare und Berichte.

1 Kommentar

  1. Danke für diesen Artikel zu einem wichtigen Thema! Wichtig auch deswegen, weil in vielen Büros geradezu ideologische Kämpfe zwischen Früh- und Spätkommern herrschen. Frühes Erscheinen gilt als Tugend. Ist es auch, wenn man ein Lerchentyp ist. Sonst ist es Quatsch. Wer später kommt, bringt nicht unbedingt weniger Leistung, nur eben zu anderen Zeiten.

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